Rentiere – Auf dünnem Eis 

ein Film von Boas Schwarz, Henry M. Mix

Das riesige Gebiet am russischen Polarkreis liegt wie im Fieber. Die alten Wanderrouten der Nenzen - die Nomaden im arktischen Sibirien - sind nicht mehr sicher. Die Überquerung des zugefrorenen Flusses Ob wird zum unkalkulierbaren Risiko. Die Rentiere bewegen sich auf dünnem Eis.

Ureinwohner und Wildtiere spüren die Folgen der Erwärmung. Wissenschaftler versuchen, das Ausmass und die Konsequenzen der Veränderungen zu erfassen. Ein Schlüssel  liegt in der tiefgefrorenen Erde Sibiriens. Dort geraten die natürlichen Fundamente ins Wanken.

 

Riesige Krater öffnen sich im tauenden Permafrostboden und legen Urzeitknochen sowie Urzeitgefahren durch Viren und Bakterien frei. Waldböden trocknen aus und die Taiga gerät in Flammen. Die Packeisfelder vor den Küsten schmelzen und nehmen Eisbären den Lebensraum. Hungrige Bären dringen in menschliche Siedlungen vor oder wildern Kolonien der extrem seltenen Elfenbeinmöwen. Die Veränderungen in der Natur fügen sich mit den Messungen von Forschern und Beobachtungen der Ureinwohner zu einem beunruhigenden Gesamtbild:

In der russischen Arktis wurde die Büchse der Pandora geöffnet. Die Dokumentation zeigt in beeindruckenden und bedrückenden Bildern bereits real existierende Auswirkungen, Phänomene und unheilvolle Verkettungen der Erderwärmung. Doch es gibt nicht nur Verlierer: Mit dem Abschmelzen des Eises wird das grösste Land der Welt noch ein bisschen grösser.

Boas Schwarz, Henry M. Mix

Deutschland, 2020
52 Min

Dokumentarfilm

Sprache: Deutsch

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